Auf nach Dubai!

Tja, irgendwie kommt es oftmals immer anders als man denkt und so sollte dieser Text schon lange fertig sein, statt ihn wie jetzt im Flugzeug auf dem Rückflug in etwa 11 000 Meter Höhe (laut dem Infoscreen vor mir, kurz vor Polen) zu schreiben.
 
Nach meiner Rückkehr aus Moskau folgten die letzten beiden Bürotage für dieses Jahr, welche entsprechend etwas hektisch und unentspannt verliefen und schlussendlich in meinem neuen persönlichen Meetingrekord von 13 Meetings am Dienstag (von 12-21 Uhr durchgehend) gipfelten ;-)
 
Dann wurde die Nacht über gepackt (inklusive Sachen für Weihnachten, da der Rückflug ja nach Hamburg geht) und am nächsten Morgen (wir schreiben Mittwoch den 13.Dezember) gings dann mitm ICE zum Frankfurter Flughafen. Dort angekommen war es durchaus ein Kunststück das richtige Terminal (2) zu finden, nach einer ewigen Laufstrecke landete ich schlussendlich bei einem Shuttlebus, der einen zum Terminal 2 fahren sollte, nur blöd das der Bus offen und leer war, von einem entsprechenden Busfahrer fehlte weit und breit jede Spur und auch sonstige Passagiere suchte man vergebens.
 
Die spontane Idee den Bus einfach selbst zum Terminal 2 zu steuern wurde rasch verworfen, da sich aus der Ferne etwas näherte, das den Anschein eines Busfahrers erweckte und dieser Eindruck sollte sich als richtig erweisen
 
Dann gings zum Check-in, natürlich (wie könnte es auch anders sein), war mein Koffer mal wieder über den erlaubten 20kg, aber daran störte sich niemand und so ging es rasch weiter zu einer kurzen Stärkung bei Mc Donalds und schlussendlich zum entsprechenden Gate.
 
Besonders faszinierend fand ich abermals die Sicherheitskontrollen, man erlebt einfach auf jedem Flughafen was anderes: mal Laptop auspacken, mal nicht ; mal Schuhe ausziehen, mal nicht ; an meiner 220ml großen Parfumflasche, welche ich versehentlich im Handgeback gelassen hatte, störte sich zu meiner Verwunderung auch niemand. Naja, mir sollte es recht sein...
 
Am Gate erfuhr ich, dass meine Airline "Emirates" 3x in Folge zur besten Airline der Welt gewählt wurde, die entsprechende Hoffnung daher ausnahmsweise mal ohne Verspätung abzuheben, sollte schnell enttäuscht werden, das ist ja schlimmer als bei der Deutschen Bahn.......
 
Der Flug sollte etwa 6 Stunden dauern und war mit Ausnahme des (für Flugzeugverhältnisse) wirklich guten Essens, eher etwas fad, da ich dank Mittelplatz kaum in den Schlaf fand und auch irgendwie nicht in der Stimmung war einen der vielen hundert Filme des umfangreichen Bordprogramms zu gucken.
 
Außerdem war das Gefühl des bald nahenden Urlaubs einfach noch zu unwirklich und irreal, es sollte auch ganze 7 Tage dauern, bis sich ein echtes Urlaubsgefühl und erste Erholung einstellte.
In Dubai gelandet (ohne zusätzliche Verspätung, oho!) gings mitm Bus zum Terminal, eigentlich ganz unspektakulär, wäre da nicht die englische Durchsage gewesen, dass der Bus zwei Stopps machen würde und der erste für Weiterflüge sei, während der zweite (also meiner) für Leute die in Dubai bleiben wollten. Wie intelligente deutsche Touristen nunmal sind, hielten sie sich entweder für schlauer, waren der englischen Sprache nicht mächtig oder einfach nur taub, auf jeden Fall strömten bis auf 4 Personen alle beim ersten Stop aus dem Bus, zwei weitere wurden noch von ihrem Anhang zurückgeholt, somit fuhren also tatsächlich 6 Personen zum richtigen Terminal, während die restlichen etwa 200-300 Leute nun im Nirwana umherirrten und auch bis zur Gepäckabholung nicht mehr gesehen wurden ;-)))
 
Wenn man bedenkt das es schon halb 1 Uhr nachts war, ist äußerst unwahrscheinlich, dass mehr als 5% davon tatsächlich weiterfliegen wollten.....
Nach der Passkontrolle (wesentlich angenehmer als in Russland!!!) ging es zur vermeindlichen Gepäckabholung, vermeindlich deswegen da ich aus unerklärlicher Ursache davon ausging, dass mein Gepäck auf dem Band des Fluges aus Hamburg (der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier^^) ankommen würde, während ich ja eigentlich aus Frankfurt gekommen war. Nach wenigen Minuten wurde dieser Irrtum bemerkt und weiter ging es zum richtigen Gepäckband, wo allerdings weit und breit keine Spur von Gepäck war. Nach etwa 30 Minuten Wartezeit kam eine Durchsage, dass sich das Gepäck etwas verspäten würde (ist mir gar nicht aufgefallen), weitere 20 Minuten später kam es dann endlich....
 
Nun war die nächste Herausforderung auf dem zugebenermaßen nicht ganz kleinen Flughafen den Fahrer zu finden, der einen zum Hotel fahren sollte. Nach etwa 15 Minuten Suche gelang dies schlussendlich und raus ging es aus dem Flughafen und oh Freude: es regnete.....
Was zum Teufel, dachte ich mir, da fliegt man um die halbe Welt um schöne Sonne zu haben und dann regnet es.... Zudem meinte der sehr sympathische Fahrer noch, dass dies der erste Tag im Jahr 2006 mit Regen sei, na Halleluja....
 
Der Transfer zum Hotel sollte etwa eine Stunde dauern, von Dubai war außer einer Menge leuchtender Hochhäuser eigentlich nicht viel zu sehen, es ging auf die einzige Autobahn der Emirate und nach Norden...
Beim Anblick der Autobahn fühlte ich mich sofort an Belgien erinnert, sie war nämlich genauso beleuchtet, mit einer entsprechenden Laterne alle paar Meter. Strom schien in Dubai also schon mal nicht allzu teuer zu sein ;-)
 
Nach etwa 30 Minuten Fahrt ging es zur entsprechenden Ausfahrt, dort bremste der Fahrer quasi auf 0 und fuhr über einen ziemlich langen "Huckel" (man kennt diese Dinger aus Deutschland, die einen dazu zwingen sollen extrem langsam zu fahren an der entsprechenden Stelle), hier hatte das ganze aber einen anderen Hintergrund: Es ist eine Art "Kamelschutz", der Huckel sieht nämlich so aus wie ein langgezogener Gullideckel und dient dazu Kamele davon abzuhalten auf die Autobahn zu rennen... (Ein durchaus weises Vorhaben wie ich finde, die Effizienz dieser Methode sollte sich ich aber in den folgenden 10 Tagen leider nicht mehr herausfinden)
 
Weiter gings für 10 Minuten durch die "Prärie", bis wir schlussendlich auf einen riesigen Baustellenkomplex zufuhren an dessen Ende sich unser Hotel (zum Glück eingebettet in etwas Grün) befinden sollte.
Das "Al Hamra Fort Beach Hotel", immerhin mit 5 Sternen dekoriert, versprach im Vorfeld einen rundaus gelungenen Urlaub, es sollte sich aber schon bald heraus stellen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt!
Es war mittlerweile halb 3, die Stimmung ensprechend müde und einziges Ziel war jetzt eigentlich nur noch, möglichst rasch Schlaf zu finden. Das war mit dem unfassbar unfreundlichen Menschen an der Rezeption aber gar nicht so einfach, er wollte erst eine Kreditkarte haben für die während des Urlaubes entstehenden Kosten, nachdem er eine bekam, gefiel diese ihm aber nicht und so behielt er stattdessen lieber den Reisepass, auf ein "herzlich willkommen" oder ähnliches wartete man vergebens,. immerhin gab es nach kurzer Diskussion dann endlich die Zimmerkarte und anbei noch eine echte Hiobsbotschaft: Frühstück gabs nur zwischen 7 und 10 !!!!!!!! Uhr (in deutscher Zeit gerechnet also zwischen 4 und 7 Uhr) Ahhhhhhhh!
 
Zudem befand sich das Zimmer nicht wie gehofft im Hauptgebäude, sondern am Ende der Welt.
Es nannte sich "Standartroom" und war grundsätzlich okay, hatte aber einen ganz entscheidenen Haken: Direkt neben dem Balkon beglückte einen die Chloranlage des Pools mit erquickenden Geräuschen, so dass an Schlaf eigentlich nicht wirklich zu denken war (Selbst bei geschlossener Balkontür!!). Nebenbei bemerkt war auch der Ausblick (auf ein Hotelhaus weiter vorne und ohne Meerblick) nicht sonderlich erquickend!
 
Da die Müdigkeit aber so groß war, wurde dies für eine Nacht hingenommen und entsprechend schon mal gedanklich die Messer gewetzt für den am nächsten Morgen folgenden Protest ;-)
Leider muss ich an dieser Stelle schon wieder unterbrechen, da in wenigen Minuten der Flieger in Hamburg landet und man bei der Landung ja keinen Laptop verwenden soll, da morgen Weihnachten ist, wird die Fortsetzung wohl erneut etwas auf sich warten lassen, ich tue aber mein Bestes!
23.12.06 15:15


Stockholm und zurück!

 
Samstag:
 
Da ich doch von den letzten Tagen relativ erschöpft war, zog ich es vor auf das Frühstück zugunsten von mehr Schlaf zu verzichten, zumal es jetzt eigentlich eh nichts mehr zu tun gab und der Rückflug erst um 18 Uhr sein würde. Gegen Mittag gings dann via Taxi in die Innenstadt, in einem Cafe etwas trinken, dann in das berühmte Inferno Online Cafe, dort ein bisschen gesurft und im Dota versagt und schlussendlich weiter zum Flughafen. Ich hatte anfangs überlegt nochmal bisschen was von Stockholm anzuschauen, aber da ich vor 3 Jahren erst ein verlängertes Wochenende dort gewesen war und restlos alle Sehenswürdigkeiten besichtigt hatte, nahm ich davon Abstand, Stockholm ist aber ansonsten wirklich eine schöne Stadt und unbedingt eine Reise wert. (sofern es nicht gerade regnet!)
 
Der Flug ging leider nicht direkt zurück nach Deutschland, sondern erst über Kopenhagen und - Überraschung, er hatte natürlich Verspätung!
Die ursprünglich geplante Aufenthaltszeit von einer Stunde in Kopenhagen, verlegte sich also nach Stockholm, was eigentlich schade war, da Kopenhagen einen wirklich schönen Flughafen hat.
Ich kritisiere ja sonst immer die Architekten der heutigen Zeit für ihre potthäßlichen Sachen, aber der Flughafen in Kopenhagen ist mal wirklich gelungen, sehr stilvolle Geschäfte, ein schöner Holzfußboden, wirklich gut für einen Flughafen!
 
Gegen kurz vor 10 landete die Maschine dann in Düsseldorf und von dort gings direkt mitm Taxi nach Hause und nach 4 langen, aber interessanten Tagen freute ich mich schon sehr auf mein Bett, zumal ich es ja 3 Nächte später schon wieder verlassen sollte!
 
Aber um nochmal kurz auf Moskau zurückzukommen: Eine Reise dorthin lohnt sich wirklich, ich würde dort nicht leben wollen, aber so für ein paar Tage ist das definitiv sehr nett und wie es aussieht wirds mich ja im Februar schon wieder dahin verschlagen.
19.12.06 11:32


Tag 3 + Reise nach Stockholm

Der nächste Tag begann wieder mit nem guten Frühstück und dann gings per Privatfahrer von Intel weiter zum Intel Office für ein entsprechendes Meeting und anschließend hatten wir noch etwa 2 Stunden Zeit um ein bisschen durch Moskau zu kurven. Wo fährt man dann natürlich hin, genau zum roten Platz bzw. Kreml !
 
Der Kreml ist umgeben von einer riesigen Mauer, so dass man von außen nur relativ wenig davon sieht, aber grundsätzlich ist das schon alles sehr hübsch gemacht von der Architektur her etc.
Davor gibts einige rote Kirchen und eine Eislauffläche mit kleiner Tribüne, natürlich (wie könnte es anders sein), mit dem entsprechenden, bunt blinkenden, großen Weihnachtsbaum davor ;-)
 
Auf der Eisfläche war aber irgendwie nix los, was aber bei geschätzen 5 Grad ÜBER null, auch nicht sonderlich verwunderlich sein dürfte, man ist dort um diese Jahreszeit ja eher zweistellige Minusgrade gewöhnt, aber hey: In Köln hatten wir am Nikolaus 17 Grad, das Klima spinnt einfach von Jahr zu Jahr zunehmend mehr....
 
Natürlich findet man auf dem roten Platz die üblichen asiatischen Touristen die um und bei 100 Bilder die Minute zu schießen versuchen mit ihren super Hightec Kameras, aber sonst wars eigentlich sehr überschaubar gefüllt und ist auf jeden Fall ein Ort den man mal gesehen haben sollte auf der Welt. Leider ging die Hälfte der Zeit dort dafür drauf den Fahrer mit unserem Gepäck wiederzufinden, was schlussendlich auch gelang und so gings dann durch den ausnahmsweise ganz vernünftigen Verkehr weiter zum Flughafen (Leider kann ich den Namen dieses Flughafens weder aussprechen, noch buchstabieren, aber für die Interessierten befindet er sich im Nordwesten, hat einen ziemlich langen und unaussprechlichen Namen, der glaube ich mit "S" anfängt, diese Info aber ohne Gewähr!
 
Nach 2 Stunden Wartezeit am Flughafen und einem wirklich sehr leckeren Cheeseburger sollte dann der Flieger nach Stockholm starten, aber Pustekuchen, der gute war erstmal delayed wegen "technical Problems".
 
Großartig, speziell wenn man bedenkt, dass wir um 18.45 Uhr in Stockholm landen sollten und dann noch genau 75 Minuten Zeit hatten zur Location in Stockholm (ca. 40km vom Flughafen entfernt) zu fahren um dort frisch geschminkt um 20 Uhr auf der Bühne zu stehen...
 
Mit etwa 30 Minuten Verspätung ging es dann aber doch los, Landung in Stockholm war gegen 19.10 Uhr und dann gings mit Siebenmeilenstiefeln zum Taxistand!
Dort befand sich eine aus ca. 30 Menschen bestehende Schlange, welche ebenfalls gern ein Taxi nehmen wollte. In Anbebracht der Tatsache das wir ungefähr null Zeit hatten natürlich sehr erfreulich.
 
Kurz umgeschaut entdeckte man 20 Meter weiter einen anderen Taxistand, dort stand niemand und so gings zum Glück direkt los. (Beim anderen Stand waren übrigens nur Großraumtaxen, warum aber teilweise Einzelpersonen mit Handgepäck auf ein Großraumtaxi warteten, während 20 Meter weiter 3 normale standen, weiß wohl nur der liebe Gott....)
 
Egal, um genau 19.53 Uhr erreichten wir die Location mit den schon wartenden, zahllosen Zuschauer und um Punkt 20 Uhr klappte noch alles wie es sollte
 
Nach dem Event gings dann weiter zum Hotel, zumindest war dies der Plan, das belgische Navi im Mietwagen sah dies offenbar anders, denn es führte uns 3x bis auf 1km an das Hotel ran, um dann durch einen Tunnel abzubiegen, von dessen Ende es dann wieder 10km waren ;-)
 
Nachdem wir diese Fahrt ca. 3x absolviert hatten (Ich konnte mich an der Navigation zu diesem Zeitpunkt noch nicht beteiligen, da ich in mein neues Vodafone Handygame vertieft war, welches mir Vodafone liebenswerte Weise zum Nikolaus geschenkt hatte, ich es aber erst jetzt in Bennutzung nahm, da ich in Moskau etwas Angst vor den Kosten hatte ) , erreichten wir dann endlich das Hotel und gegen halb 3 fiel ich relativ müde ins Bett, nachdem es mir vorher noch durch einen tollen Trick gelungen war umsonst Pay TV zu schauen ;-)
19.12.06 12:08


Moskau: Tag 2


Das Frühstück war prima, man konnte beim Check-in ankreuzen was man haben wollte und das wurde dann sofort gebracht, inklusive frischem Orangensaft (Gaaanz wichtig!)
 
Dann gings gegen Mittag mit einem "Taxi" (Taxi deswegen in Anführungsstrichen, da ich noch nie ein so herunter gekommendes Taxi gesehen habe, im Kofferraum lag noch der Ölverschmierte Ersatzreifen, sah wirklich sehr einladend aus, aber es fuhr!)  wieder zum Cafe zurück, der Spass kostete etwa 2000 Rubel (ca. 50 &euro.
 
Das Event, wegen dem wir ja eigentlich gekommen waren lief sehr gut, es gab anschließend noch ein viel zu großes Buffet und es blieb die Feststellung das es ne Menge, wirklich hübscher Frauen in Moskau gibt, vor allem scheinen sie zu wissen was sie wollen und sind nicht so anstrengend unentschlossen wie viele Deutsche.
Gegen 2 Uhr gings dann zurück ins Hotel, wieder mit einem Taxi, dieses Mal etwas vernünftiger, der Haken war allerdings das der Taxifahrer ähnlich viel Ahnung vom Weg zu haben schien wie wir. Er hielt mehrfach an, drehte um, guckte angestrengt auf eine Karte und tatsächlich kamen wir irgendwann wieder am Hotel an, nach kurzen Verständigungsproblemen bzgl. der Bezahlung (der Mann konnte leider kein Wort Englisch und er erweckte den Eindruck das er 10 000 Rubel haben wollte) stellte sich herraus, dass die Fahrt dieses mal nur 550 Rubel kosten sollte. Der genaue Leser wird einen geringfügigen Unterschied zum quasi identischen Hinweg feststellen, irgendwas ist da wohl schiefgelaufen... ;-)
 
Dieses Mal gings ohne die nächtliche Dröhnung Emails direkt ins Bett....
 
Und Tag 3 gibts dann morgen, ich muss dringend hoch und einen Film schauen!
18.12.06 21:06


Moskau, Moskau.....

Etwas später als gedacht, aber immerhin, hier Tag 1



Los gings am 6.12., auch als Nikolaus bekannt, allerdings bekam ich an diesem Tag irgendwie gar nichts davon mit und in meinen Schuhen befand sich auch nichts

Aber zurück zur Reise: Grundsätzlich ist es ja erstmal etwas anstrengend nach Russland zu reisen, man braucht allen möglichen Kram wie Auslandsversicherung, Visum usw.
Letzteres setzt natürlich einen gültigen Reisepass vorraus, womit das Problem schon mal begann: Wo war eigentlich mein Reisepass? Irgendwie nicht da....

Nach meiner ersten Vermutung habe ich ihn, als ich ihn 2004 für meine San Francisco Reise brauchte, nie beim Amt abgeholt (damals bekam ich auf Grund der kurzen Zeit nur noch einen Vorläufigen).
Somit musste ich also wieder einen Vorläufigen beantragen, was überraschender Weise (ich befinde mich ja in Köln, bin aber noch in Hamburg gemeldet) auch gar nicht so kompliziert war, wie ich vermutet hätte (in etwa 3 Stunden war es erledigt).

Somit konnte das Unternehmen "Reise nach Moskau" also beginnen, gegen 9 Uhr morgens gings zum Kölner Flughafen, durch anstrengend viele Passkontrollen und schlussendlich saß ich tatsächlich im Germanwings Flieger.

In Moskau angekommen hatte ich gleich ein prägendes Erlebnis an der Passkontrolle: Die nette Dame die die Pässe und Visa kontrollierte hatte offenbar eine sehr gewissenhafte Berufsauffassung und/oder Zweifel an meiner Identität. Sie nahm meinen Pass, starrte mich etwa 20 Sekunden an (auf eine durchdringende Weise, auf die mich noch kein Mensch jemals zuvor angesehen hat), guckte wieder auf den Pass, starrte mich erneut an und beendete ihr beispielloses Schaupspiel mit einem lapidaren "ok" und ließ mich passieren.

Das Gepäck kam dann relativ schnell, im Gegensatz zu unserem Abholer, so dass wir erst noch eine Weile draußen vor der Tür standen, wo ich gleich ein bemerkenswertes Phänomen russischer Kunst kennenlernen sollte, einen ziemlich großen und vor allem extrem bunten Weihnachtsbaum. Später sollte sich herrausstellen, dass ungefähr alles in Moskau bunt ist und blinkt, ob Straßen, Brücken, Häuser, alles wird irgendwie bunt angestrahlt und beleuchtet! Komisches Volk, aber offenbar sind die Strompreise noch nicht hoch genug

Vom Flughafen abgeholt machte ich erstmals Bekanntschaft mit dem Moskauer Stau, Stau kennt ja wohl jeder, aber diese Intensität von Stau ist schon irgendwie bemerkenswert, egal wo man hinwill, man sollte besser mindestens die doppelte Zeit einkalkulieren, da man jederzeit ganz locker eine oder zwei Stunden im Stadtverkehr hängen bleiben kann.
Ganz offenbar leben mittlerweile zuviele Menschen und Autos in Moskau.

Apropos Autos, Autos gibt es wie erwähnt ja sehr viele in Moskau, wirklich bemerkenswert ist aber vielmehr die Schmutzigkeit der Autos, ich habe in 3 Tagen ungefähr 3 Autos gesehen die nicht gänzlich verdreckt waren, ob die in Moskau keine Waschstraßen haben...? Oder man sagt sich, dass sich das Waschen eh nicht lohnt, da das Auto nach 10 Minuten Fahrt sowieso wieder komplett eingesaut ist, da die Straßen einfach extrem dreckig und sandig sind. Von daher wäre es doch irgendwie naheliegend die Straßen einfach mal zu säubern, aber scheinbar ist der gute Putin noch nicht auf diese Idee gekommen oder hat mir sich nicht erschließende Gründe das ganze so zu lassen wie es ist...

Vom Flughafen gings direkt zum Cafe, welches wirklich beeindruckend war mit seiner Aufmachung und allem, sowas findet man in Deutschland nirgendwo. Nach einigen Stunden Gesprächen mit den Russen des Cafe's und etwa dem zweiten Wodka tauchte zu meiner Freude plötzlich das Champions League Spiel Lokomotive Moskau gegen HSV auf den zahlreichen Plasma Bildschirmen auf.

Die Freude trübte sich allerdings schnell, als nach etwa 20 Minuten das 1:0 für Moskau fiel, umjubelt von etwa 10 Russen die sich einige Tische weiter befanden, nach etwa 70 Spielzeit und quasi mit dem 2:1 für Moskau, gings dann vom Cafe Richtung Hotel.

Dank unserer lokalen und durchaus attraktiven Fahrerin gelangen wir relativ zügig dorthin, was nicht zuletzt an ihrem etwas offensivem, aber kontrollierten Fahrstil lag, Respekt dafür!

Das Hotel hatte eine relativ spatanische Einfahrt mit einem geschlossenen Tor, dann gings weiter durch einen kleinen Park und schließlich landete man an der Rezeption.
Dort gab es gleich eine vermeindliche Hiobsbotschaft, alle normalen Zimmer waren ausgebucht! Bevor ich aber die Chance hatte mich darüber zu ärgern, meinte die nette Dame an der Rezeption, dass ich als Ersatz dann eine Senior Suite kriegen würde! Sowas dummes aber auch.... ;-)

Die Suite entpuppte sich in der Tat als ganz nett, 4 Zimmer, ein riesiges Bett, 2 Badezimmer, freier Internetzugang, 2 Fernseher, durchaus annehmbar ;-)

Als erstes interessierte mich natürlich noch wie hoch nun der HSV gegen Moskau verloren hatte, witzigerweise lief gleich auf 2 Kanälen eine Wiederholung des Spieles und zu meiner großen Überraschung gewann der HSV tatsächlich noch mit 3:2

Kurz (1-2 Stunden) noch ein paar Emails gecheckt und dann gings durchaus zufrieden und mittlerweile ziemlich müde ins Bett.

 

18.12.06 21:02


"A new board was born"

... so habe ich es schon oft gelesen, wenn eine neue Seite oder Forum entstand

Ich weiß nicht wirklich warum ich dieses aktuell zugegeben stockhäßliche Blog hier überhaupt eingerichtet habe, noch ob ich die Zeit finden werde nach meinem Urlaub nochmal hier drin was zu schreiben, aber damit beschäftige ich mich dann wenns soweit ist.

Kurz nochmal zur Entstehung: Ich saß vorhin im Bus in Dubai, wurde mit Informationen überflutet (dazu später mehr) und da packte mich plötzlich die Lust all das Erlebte mal niederzuschreiben, wäre doch irgendwie schade wenn etwas davon in Vergessenheit geräte und für die Nachwelt ist es mit Sicherheit auch extrem wertvoller Content ;-)

Beschwerden über das Design können übrigens getrost zuhause bleiben, mir ists egal wie scheiße das aussieht! Aber da das außer mir hier wohl eh kaum einer lesen wird, ist das wohl relativ egal.

Bevor ich weiter über "nichts" schreibe, beende ich hiermit feierlich meinen ersten Eintrag, beginnen wird der nächste dann mit einem "kurzen"? Rückblick auf Moskau und dann werd ich sicher auch irgendwann bei Dubai ankommen (so ich denn bis dann die Lust am Schreiben noch nicht verloren habe...) 

17.12.06 19:15


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