Auf nach Dubai!

Tja, irgendwie kommt es oftmals immer anders als man denkt und so sollte dieser Text schon lange fertig sein, statt ihn wie jetzt im Flugzeug auf dem Rückflug in etwa 11 000 Meter Höhe (laut dem Infoscreen vor mir, kurz vor Polen) zu schreiben.
 
Nach meiner Rückkehr aus Moskau folgten die letzten beiden Bürotage für dieses Jahr, welche entsprechend etwas hektisch und unentspannt verliefen und schlussendlich in meinem neuen persönlichen Meetingrekord von 13 Meetings am Dienstag (von 12-21 Uhr durchgehend) gipfelten ;-)
 
Dann wurde die Nacht über gepackt (inklusive Sachen für Weihnachten, da der Rückflug ja nach Hamburg geht) und am nächsten Morgen (wir schreiben Mittwoch den 13.Dezember) gings dann mitm ICE zum Frankfurter Flughafen. Dort angekommen war es durchaus ein Kunststück das richtige Terminal (2) zu finden, nach einer ewigen Laufstrecke landete ich schlussendlich bei einem Shuttlebus, der einen zum Terminal 2 fahren sollte, nur blöd das der Bus offen und leer war, von einem entsprechenden Busfahrer fehlte weit und breit jede Spur und auch sonstige Passagiere suchte man vergebens.
 
Die spontane Idee den Bus einfach selbst zum Terminal 2 zu steuern wurde rasch verworfen, da sich aus der Ferne etwas näherte, das den Anschein eines Busfahrers erweckte und dieser Eindruck sollte sich als richtig erweisen
 
Dann gings zum Check-in, natürlich (wie könnte es auch anders sein), war mein Koffer mal wieder über den erlaubten 20kg, aber daran störte sich niemand und so ging es rasch weiter zu einer kurzen Stärkung bei Mc Donalds und schlussendlich zum entsprechenden Gate.
 
Besonders faszinierend fand ich abermals die Sicherheitskontrollen, man erlebt einfach auf jedem Flughafen was anderes: mal Laptop auspacken, mal nicht ; mal Schuhe ausziehen, mal nicht ; an meiner 220ml großen Parfumflasche, welche ich versehentlich im Handgeback gelassen hatte, störte sich zu meiner Verwunderung auch niemand. Naja, mir sollte es recht sein...
 
Am Gate erfuhr ich, dass meine Airline "Emirates" 3x in Folge zur besten Airline der Welt gewählt wurde, die entsprechende Hoffnung daher ausnahmsweise mal ohne Verspätung abzuheben, sollte schnell enttäuscht werden, das ist ja schlimmer als bei der Deutschen Bahn.......
 
Der Flug sollte etwa 6 Stunden dauern und war mit Ausnahme des (für Flugzeugverhältnisse) wirklich guten Essens, eher etwas fad, da ich dank Mittelplatz kaum in den Schlaf fand und auch irgendwie nicht in der Stimmung war einen der vielen hundert Filme des umfangreichen Bordprogramms zu gucken.
 
Außerdem war das Gefühl des bald nahenden Urlaubs einfach noch zu unwirklich und irreal, es sollte auch ganze 7 Tage dauern, bis sich ein echtes Urlaubsgefühl und erste Erholung einstellte.
In Dubai gelandet (ohne zusätzliche Verspätung, oho!) gings mitm Bus zum Terminal, eigentlich ganz unspektakulär, wäre da nicht die englische Durchsage gewesen, dass der Bus zwei Stopps machen würde und der erste für Weiterflüge sei, während der zweite (also meiner) für Leute die in Dubai bleiben wollten. Wie intelligente deutsche Touristen nunmal sind, hielten sie sich entweder für schlauer, waren der englischen Sprache nicht mächtig oder einfach nur taub, auf jeden Fall strömten bis auf 4 Personen alle beim ersten Stop aus dem Bus, zwei weitere wurden noch von ihrem Anhang zurückgeholt, somit fuhren also tatsächlich 6 Personen zum richtigen Terminal, während die restlichen etwa 200-300 Leute nun im Nirwana umherirrten und auch bis zur Gepäckabholung nicht mehr gesehen wurden ;-)))
 
Wenn man bedenkt das es schon halb 1 Uhr nachts war, ist äußerst unwahrscheinlich, dass mehr als 5% davon tatsächlich weiterfliegen wollten.....
Nach der Passkontrolle (wesentlich angenehmer als in Russland!!!) ging es zur vermeindlichen Gepäckabholung, vermeindlich deswegen da ich aus unerklärlicher Ursache davon ausging, dass mein Gepäck auf dem Band des Fluges aus Hamburg (der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier^^) ankommen würde, während ich ja eigentlich aus Frankfurt gekommen war. Nach wenigen Minuten wurde dieser Irrtum bemerkt und weiter ging es zum richtigen Gepäckband, wo allerdings weit und breit keine Spur von Gepäck war. Nach etwa 30 Minuten Wartezeit kam eine Durchsage, dass sich das Gepäck etwas verspäten würde (ist mir gar nicht aufgefallen), weitere 20 Minuten später kam es dann endlich....
 
Nun war die nächste Herausforderung auf dem zugebenermaßen nicht ganz kleinen Flughafen den Fahrer zu finden, der einen zum Hotel fahren sollte. Nach etwa 15 Minuten Suche gelang dies schlussendlich und raus ging es aus dem Flughafen und oh Freude: es regnete.....
Was zum Teufel, dachte ich mir, da fliegt man um die halbe Welt um schöne Sonne zu haben und dann regnet es.... Zudem meinte der sehr sympathische Fahrer noch, dass dies der erste Tag im Jahr 2006 mit Regen sei, na Halleluja....
 
Der Transfer zum Hotel sollte etwa eine Stunde dauern, von Dubai war außer einer Menge leuchtender Hochhäuser eigentlich nicht viel zu sehen, es ging auf die einzige Autobahn der Emirate und nach Norden...
Beim Anblick der Autobahn fühlte ich mich sofort an Belgien erinnert, sie war nämlich genauso beleuchtet, mit einer entsprechenden Laterne alle paar Meter. Strom schien in Dubai also schon mal nicht allzu teuer zu sein ;-)
 
Nach etwa 30 Minuten Fahrt ging es zur entsprechenden Ausfahrt, dort bremste der Fahrer quasi auf 0 und fuhr über einen ziemlich langen "Huckel" (man kennt diese Dinger aus Deutschland, die einen dazu zwingen sollen extrem langsam zu fahren an der entsprechenden Stelle), hier hatte das ganze aber einen anderen Hintergrund: Es ist eine Art "Kamelschutz", der Huckel sieht nämlich so aus wie ein langgezogener Gullideckel und dient dazu Kamele davon abzuhalten auf die Autobahn zu rennen... (Ein durchaus weises Vorhaben wie ich finde, die Effizienz dieser Methode sollte sich ich aber in den folgenden 10 Tagen leider nicht mehr herausfinden)
 
Weiter gings für 10 Minuten durch die "Prärie", bis wir schlussendlich auf einen riesigen Baustellenkomplex zufuhren an dessen Ende sich unser Hotel (zum Glück eingebettet in etwas Grün) befinden sollte.
Das "Al Hamra Fort Beach Hotel", immerhin mit 5 Sternen dekoriert, versprach im Vorfeld einen rundaus gelungenen Urlaub, es sollte sich aber schon bald heraus stellen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt!
Es war mittlerweile halb 3, die Stimmung ensprechend müde und einziges Ziel war jetzt eigentlich nur noch, möglichst rasch Schlaf zu finden. Das war mit dem unfassbar unfreundlichen Menschen an der Rezeption aber gar nicht so einfach, er wollte erst eine Kreditkarte haben für die während des Urlaubes entstehenden Kosten, nachdem er eine bekam, gefiel diese ihm aber nicht und so behielt er stattdessen lieber den Reisepass, auf ein "herzlich willkommen" oder ähnliches wartete man vergebens,. immerhin gab es nach kurzer Diskussion dann endlich die Zimmerkarte und anbei noch eine echte Hiobsbotschaft: Frühstück gabs nur zwischen 7 und 10 !!!!!!!! Uhr (in deutscher Zeit gerechnet also zwischen 4 und 7 Uhr) Ahhhhhhhh!
 
Zudem befand sich das Zimmer nicht wie gehofft im Hauptgebäude, sondern am Ende der Welt.
Es nannte sich "Standartroom" und war grundsätzlich okay, hatte aber einen ganz entscheidenen Haken: Direkt neben dem Balkon beglückte einen die Chloranlage des Pools mit erquickenden Geräuschen, so dass an Schlaf eigentlich nicht wirklich zu denken war (Selbst bei geschlossener Balkontür!!). Nebenbei bemerkt war auch der Ausblick (auf ein Hotelhaus weiter vorne und ohne Meerblick) nicht sonderlich erquickend!
 
Da die Müdigkeit aber so groß war, wurde dies für eine Nacht hingenommen und entsprechend schon mal gedanklich die Messer gewetzt für den am nächsten Morgen folgenden Protest ;-)
Leider muss ich an dieser Stelle schon wieder unterbrechen, da in wenigen Minuten der Flieger in Hamburg landet und man bei der Landung ja keinen Laptop verwenden soll, da morgen Weihnachten ist, wird die Fortsetzung wohl erneut etwas auf sich warten lassen, ich tue aber mein Bestes!
23.12.06 15:15
 


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